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Schwedenreise 2014

Training bei Birgitta Staflund-Wiberg

 

Hier ein Bericht und ein paar Foto's zu unserem nassen Trainings-Trip in Skandinavien:

"Who is training who?" oder Regen macht schön!

 

Als Dresscode für unseren Schweden Aufenthalt hatte ich "gut aussehend" angegeben, denn ich wollte ein paar gute Fotos machen. So der Plan. Daraus wurde schon mal gar nix, weil wir alle Uniformen trugen. Unsere Uniform war diesmal leider ein Zweiteiler aus grünem Gummi, wenig kleidsam und von gut aussehend weit entfernt. Aber der grüne Gummi-Panzer hatte auch seine Vorteile. Er ließ uns den Unterschied nicht so deutlich spüren, ob es nun eine Kopf- oder Gehirnwäsche war, die auf uns niederprasselte, oder nur das Nachspülen von ganz oben.

 

Aber nun mal von Anfang an: In einer Sternfahrt reisten wir in einer verkleinerten Corona in Schweden bei Birgitta und Jan an und waren gespannt auf das, was wir in den nächsten drei Tagen erleben würden. Wenn ich aus meiner Sicht berichte, dann habe ich nicht erwartet, dass es möglich sein würde, so viele verschiedene Themengebiete im "Gundog-Training" in dieser Zeit zu bearbeiten.

Wir bildeten zwei verschiedene Hunde-Gruppen, eine bestehend aus Tern, Brant und Fisher (alle 16 Monate alt), Jigger (20 Monate alt) und manchmal Karis (5 Monate alt). In der zweiten Gruppe waren Lena (*2008), Tosh (*2008) und Wingi (*2011). Die Gruppen wechselten sich immer ab, so dass es konditionell für die Hunde möglich war, die drei Tage bei diesem Programm durchzuhalten.

 

 

Wir begannen das Training mit recht schweren Markierungen für die "Kleinen", in hohem, sehr dichten Gras, mit kleinen Gummibällen. Hier mussten sie richtig rackern. Nach der Aufgabe erklärte Birgitta uns, dass es ihr darum gegangen sei uns anschaulich zu machen, dass es wichtig sei, den jungen Hunden erst das Jagen und Suchen beizubringen und viel später erst das "Handling", "Lining" und "Marking". Dass der gute Hund sein Gehirn und seine Nase zu nutzen weiß und hiermit zum Erfolg kommt und nicht über die erzeugte Geschwindigkeit im Laufen. Also, für den jungen Hund kein Lauftraining, sondern Gehirn- und Nasentraining.

Als nächstes wurde in einen Birkenwald, der von der Wiesenfläche, auf der wir standen, durch einen tiefen Graben und einen Wall abgetrennt wurde, auf einer Breite von ca. 50 m acht Dummys geworfen. Die Hunde waren außer Sicht, wenn sie in dem Suchengebiet angekommen waren. Hier ging es Birgitta darum, dass die Hunde selbstständig und ohne unterstützende Kommandos  zum Erfolg kamen. Selbstständig das Suchengebiet zu erkennen und zu halten sei eine wünschenswerte Eigenschaft, die durch gezieltes Training den jungen Hunden nahegebracht werden müsse. Also, intelligente Selbstständigkeit. Diese habe nichts mit weiträumigen Herumrennen gemeinsam.

Es folgte eine kurze Wasseraufgabe und danach kamen wir zu dem dritten Baustein, die Fußarbeit, oder eleganter "Heelwork". Den ganzen Nachmittag ;-)! Birgitta machte uns deutlich, wie wichtig es sei, dass der Hund ganz selbstverständlich und ohne die Aufmerksamkeit des Hundeführers zu benötigen bei Fuß geht. In aller Ruhe und Gelassenheit. Dieses ermögliche dem Hund und seinem Führer alle Dinge, die geschehen, uneingeschränkt wahrnehmen zu können (wie z.B. alle Markierungen zu sehen usw.). Zudem ist die Fußarbeit eine gute Konzentrationsübung und verbessere bei häufiger Durchführung die mentale Stärke des Hundes. Also, allerbeste Fußarbeit.

Diese drei Bausteine, Nutzung von Gehirn und Nase, intelligente Selbstständigkeit und allerbeste Fußarbeit, waren die Grundlage für alle Aufgaben, die uns nachfolgend begegnen sollten. Und dieses in sehr, sehr schwerem Gelände. Wir haben in beiden Hundegruppen sehr schwere Verlorensuchen in einem Märchenwald erlebt, haben von felsigen Wiesen in den Wald gearbeitet, incl. Zaunspringen, haben Walk Up in hüfthohem Bewuchs mit kurzen megaschweren Markierungen und etwas leichteren, aber weiten Memorys erleben können. Es war schwer in dem hohen Bewuchs zu laufen, vor allem, wenn man auf Ansage extrem das Tempo erhöhen musste - und das in Voll-Gummi... Oscar reif...

 

Am letzten Trainingstag fuhr uns Birgitta in einen weiteren Wald, in dem auch ihre Entengewässer angelegt sind. Ein Wald von außergewöhnlicher Farbenpracht, einfach ein Traum! Hier hielt sie Markierungen über eine sehr dicht bewachsene Senke für uns bereit. Von der Distanz und Beschaffenheit her eigentlich unvorstellbar zu lösen für unsere Kleinen und schwer für unsere Großen. Aber es ging - besser als erwartet. Von Birgitta's Kopfwäschen der Hundeführer profitierten die Hunde merklich.

 

Eines war es aber immer: nass! So mussten wir in unserem B&B eine Wäscheleine (Schweißriemen) durch das große Wohn- und Eßzimmer spannen, um die Gummi-Ausrüstung für den nächsten Einsatz zu trocknen. Durch Thorsten's Drängelei zum Power-Shopping haben wir an zwei Tagen den kleinen Jagdladen in Alvesta geentert. Dieser Laden ist alleine schon eine Reise wert. Auf jeden Fall konnten sie fast jedem von uns eine Uniform verkaufen. Genau, einen weiteren Zweiteiler in grünem Gummi - denn mit einem kommt man einfach nicht mehr zurecht.;-)

 

Alles in Allem: Es war klasse! Mir hat es Spaß gemacht mit euch - und Bernd, der bringt uns alle durch!

 

 

Bianca, am 23. August 2014

 

 

Mit dabei waren:

 

Bernd mit Brant

Bettina mit Jigger

Thorsten mit Tern und Tosh

Jan mit Lena und Karis

Bianca mit Wingi und Fisher

 

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Aktualisierung: 2014/08/24 - 01:31 / Redakteur: Bianca Willems-Hansch   druckeroptimierte Seite anzeigeneine Seite zurück    zum Seitenanfang